Die Hexe

Der erste Eintrag Das Märchen geht weiter Vergangene Hexentage


Die Hexenwelt







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Gestern war ich mit S. I. und Nina bei der Feierei meiner alten mitbewohnerinnen und anschließend im Tucholsky.

Ich fühle mich hier einfach nicht wohl. Ich weiß nicht woran es liegt, es kann viele Gründe geben. Es gefällt mir hier nicht.

Aber dann denke ich, warum ich hier bin. Ich tue das Richtige. Es ist nicht schlimm oder so etwas, aber es ist seltsam. Mir fehlen die Menschen in anderen Orten. Hier sind viele so sehr bieder und ich denke mir, warum? Sie sind doch noch so jung. Ob ich auch so bin? Ich weiß es nicht.

Ich war furchtbar betrunken gestern. Meine I. hat mich praktisch zum Tucholsky geschleppt und die erste halbe Stunde konnte ich mich auch gar nicht allein weiterbewegen. Das war schon ein wenig heftig.

Es hat mir aber Spaß gemacht.

Ich habe ein wenig Angst vor dem Semesterbeginn. Ich erinnere mich nicht mehr genau, was im letzten Semester so schrecklich war, dass ich so viel Angst hatte durchzufallen. Die ersten Wochen will ich sehr gut mitarbeiten und auch nicht nach Hause fahren. Meine Eltern wollen mich besuchen und Alex vielleicht auch. 

Ich darf nicht vergessen, dass ich hier bin weil ich etwas will. Ich will mir ein Leben einrichten und nicht erst in 5 Jahren sondern bereits jetzt. Ich weiß, dass ich jetzt nicht mit meinem Mann zusammenleben kann und dass das, was ich wollte nicht richtig war. Weil meine Motive nicht völlig wahrhaft waren. Ich wollte ihn auch und vor allem aus Angst bei mir haben und zwar nciht nur aus Angs ihn zu verlieren, sondern viel mehr aus Angst vor dem Leben. Mit ihm hätte ich mich zurück entwickelt. Ich weiß, dass es richtig ist, hier allein zu sein.

Und wirklich allein bin ich ja nicht. Ich habe viele Menschen bei mir. 

11.4.08 18:16


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Ich habe gestern noch lange ein Buch gelesen, die perfekte Liebhaberin von Lou Paget. Ich habe es von einer engen Freudin und es soll mir mehr Selbstvertrauen geben, für meinem Mann. Ich habe das Problem, sehr passiv zu sein. Vielleicht dachte ich, dass er das so wollte, mit seinem Verhalten. Hätte er mir nicht gesagt, dass er mich ander möchte, hätte ich das nie verstanden, obwohl ich mich in einer anderen Beziehung bereits selbst einmal so verhalten habe. Ich wollte dass mein Freund etwas tut. Einfach nicht so einfallslos und abwartend ist. Deshalb habe ich ihn sich selbst überlassen. Einmal hat er bei mir geschlafne und als wir aufgestanden sind habe ich nur mir Frühstück geholt und ihm dann gesagt, dass er doch wisse, wo alles sei und dass er sich holen solle, was er wolle.

 

Nach mehrern dieser Aktionen in allen denkbaren Bereichen hatte er nichts gelernt und ich trennte mich. Er war auch nicht das Richtige, wäre er das gewesen, hätte ich das nicht so leichthin getan.


Tatsächlich hilft es mir das Buch zu lesen. Es fühlt sich an wie eine Aufgabe, etwas zu lernen und umzusetzen.  Ich bin gelehrig und ich höre gut. Wahrscheinlich werde ich mir das meiste nciht merken können, aber einiges schon. Vielleicht macht es mich vertrauter, wenn ich weiß, was ich tun kann.

 

Ich habe den Entschluss gefasst bei meinem ursprünglichen Plan zu bleiben. Ich muss endlich anfangen mein Leben so einzurichten wie ich das möchte. Und ich möchte einfach nicht am Gymnasium unterrichten. Ich freue mich nicht darauf. Ich kann auch den Bachelor hier nicht machen. Ich freue mich nicht darauf. Ob ich nach Hause gehe oder nach Flensburg, das weiß ich noch nicht, aber hierbleiben möchte ich einfach definitiv nicht.

Natürlich weiß ich, dass ich mich noch bei anderen Unis bewerben muss um sicher zu gehen, aber ich hoffe wirklich, dass ich nicht so weit weg muss.

Vielleicht ändere ich am Ende auch gar nichts und bleibe einfach. 

Jetzt muss ich mich mal anziehen. Um 11 gehe ich zur Bafög-Beratung um meinen Mietvertrag abzugeben. Danach rufe ich mal meine Freundin S. I. an und frage sie wegen heute nachmittag und anschließend esse ich vielleicht etwas in der Mensa. Mal schauen. Wenn ich da esse brauche ich aber definitiv ein Buch oder eine Zeitschrift.

10.4.08 09:34


Ich habe geweint heute. Wirklich viel geweint.

Das Medikament macht mein Aussehen kaputt. Ich habe heute Fotos vom Abiball gesehen. Ich sehe krank aus. Als hätte ich Krebs. 

9.4.08 22:55


Das Märchen geht weiter

Ich bin bei der Bafög-Beratung gewesen und bei der Asta. Eigentlich hat sich soweit alles geklärt, die Pädagogikvorlesung die ich wollte habe ich bekommen, es stand nur an einer anderen Stelle.

Mein Zimmer sieht immer noch aus, als wären die Hunnen hindurchgaloppiert. Ich weiß, ich kann nicht ein halbes Jahr im Chaos leben. Ich hoffe, dass ich wirklich gehen will , wenn es soweit ist.

Ich habe mir Schalen mit Früchten hingestellt. Eine Zitrone, zwei Avocados und Erdbeeren, außerdem habe ich mein Glas mit Bärchenladenfruchtgummi gefüllt. Ich weiß, dass es mir in letzter Zeit immer egal war, ob schönes Essen für mich bereit steht, aber dass es mir einmal wichtig war, als es mir besser ging und heute war es das auch.

Ich habe in der Mensa mittag gegessen. Im Moment habe ich keine Probleme mit Essen. Wenn es mir nicht so gut geht habe ich meist EDNOS als Begleitsymptom, ich werde aber nie richtig essgestört.

Bevor mir die Haare ausfielen war ich das einmal, ich habe meist nur mittags ein bisschen was gegessen, morgends nur Kaffee und abends nur Tee, ein bisschen Cappucino und wenig Obst oder Kekse. 

Dazu hatte ich an jedem dritten tag Yoga gemacht und jeden Tag bin ich schnell Spazieren gegangen oder hatte Sex.

Im Bezug auf meine Essgestörtheit sind die Phasen am besten, in denen ich nur ein bisschen Ednos habe und meist stetig schlanker werde. Diese Phasen in denen ich nicht ganz gesund bin. In denen ich meist sehr gut funktioniere, die aber sehr wackelig sind und leicht erschüttert werden können. Sie fühlen sich am besten an, sie sind aber keine Lösung.

Und ich weiß das.

 

Mein Mann hat von einer Bekannten das Angebot bekommen ein Nacktshooting mit ihr zu machen. Ich habe ein schlechtes Gefühl wenn ich das höre. Es wäre schön, wenn unsere Beziehung so stabil wäre und ich so sicher, dass es mir kein schlechtes Gefühl gäbe. Das tut es aber. Ich würde ihn gern bitten das zu lassen.

Ich weiß, dass das nicht geht. Ich kann nicht nur Rückschritte machen. Es bedroht mich. Ich weiß nicht wie er das sieht und wie er sich verhält. Ich kann so schlecht beschreiben, was ich fühle, wenn ich daran denke. Ich fühle mich bedroht. Ich bin mir nicht sicher, ob er mich damit verrät, oder ob es das nicht ist. Ob ich ihm vertrauen kann.

Ich sehe vor mir, wie sie auf einem Bett liegt. Ich steller mir vor wie er über ihr steht. An das Fußende ihres Bettes geht. Sie ansieht. Und sie bittet die Beine zu spreizen. Weiter geht meine Vorstellung nicht. Trotzdem werde ich ihn fragen, ob er das getan hat, wenn er mich das nächste anfasst. Und einen Test zu machen.

Mir wird schlecht wenn ich sehe, wie er sich auf das Bett kniet, wie er mit der Hand die Innenseite ihres Schenckels knapp oberhalb des Knies berührt. seine Hand flach auflegt.Un mit einerstreichenden Bewegung nach Innen fährt und mit leichtem , festen Druck ihre Beine öffnet.

Mir wird schlecht. Ich fühle mich schlecht obwohl er noch nichts getan hat und vermutlich nichts derartieges tun wird. 

Ich fühle mich schlecht und ich fühle mich erregt. Wenn ich mir vorstelle, wie er etwas derartiges tut liebe ich ihn noch mehr. Und ich will bei ihm sein, in seiner Stadt um zu ihm zu gehen und ihn um nichts weiter zu bitten, als : Fick mich. Fick mich, dass ich schreie.

Woher kommen diese Gedanken? Er sagt, ich bin so furchtbar durchschaubar. Das alles ist sehr durchschaubar und ich habe bereits einen Vorschlag, wie genau. Selbst, dass ich ihn mir so vorstellen kann.

Ich könnte sagen, warum tut er mir das an. Aber das wäre nicht echt. Ich fühle nicht, dass er mir etwas tut.

 

Heute abend wird er mich anrufen, um mich zu fragen, was ich über unser Spiel mit meiner Schwester denke. Ich denke, dass er es versuchen sollte. Im Moment kann ich mich nicht bei ihm sein. Sie kann ihn und seine Aufmerksamkeit mir nicht wegnehmen, wenn ich bei ihm sein möchte. Ich werde hier drei oder vier Wochen brauchen, in denen ich einfach nicht zurück kann. In denen es besser ist einfach hier zu sein und mich um  mich und meine Belange zu kümmern.

In dieser Zeit könnte er mit ihr spielen, ohne, dass es mir weh tut.

Vielleicht macht es mich frei. 




 

9.4.08 14:05


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